Dr. Christof Aichner

Mag. Christof AichnerChristof Aichner (Jahrgang 1982) stammt aus Südtirol. Nach dem Besuch des Humanistischen Gymnasiums Vinzentinum in Brixen, studierte er Geschichte in Innsbruck und Zürich – kürzere Ausflüge in die Politikwissenschaften und die Altphilologie eingeschlossen. Er beendete sein Studium 2007 mit einer Diplomarbeit über die Geschichte des Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung (FWF).

2008 begann Christof Aichner sein Doktoratsstudium in Innsbruck. Von Jänner 2009 bis August 2010 wurde er dabei vom Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Ausbildung und Tätigkeit von Südtirolern an der Landesuniversität Innsbruck unterstützt. Seit September 2010 ist er Mitarbeiter dieses Projekts.

In seiner Dissertation, die im Rahmen dieses Projekts entstanden ist, hat er die Umsetzung der Thunschen Reformen an der Universität Innsbruck und die Rolle einiger Innsbrucker Professoren als Berater von Thun untersucht. Betreut wurde er dabei von Prof. Brigitte Mazohl. Die Dissertation wurde im Februar 2015 abgeschlossen und wird derzeit für den Druck vorbereitet.

Seine wissenschaftlichen Interessensschwerpunkte sind die Wissenschafts- und Universitätsgeschichte, Forschungspolitik sowie Religionsgeschichte.

Veröffentlichungen:

  • The Reforms of the Austrian University System and their Influence on the Process of Discipline Formation, 1848–1860, in: Sciences in the Universities of Europe, 19th and 20th Century (= Boston Studies in the Philosophy and History of Science, Vol. 309), 2015.
  • Gem. mit Brigitte Mazohl und Tanja Kraler, Aspekte der Thun-Hohensteinschen Bildungsreform – ein      „Werkstattbericht“, in: Brandt, Harm-Hinrich (Hg.), Der österreichische Neoabsolutismus als Verfassungs- und Verwaltungsproblem. Diskussionen über einen strittigen Epochenbegriff (= Veröffentlichungen der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs, Bd. 108), Wien, Köln, Weimar 2014, S. 195–220.
  • Gem. mit Brigitte Mazohl, La riforma scolastica di Thun-Hohenstein 1849–1860, in: Simonetta Polenghi      (Hg.), La Scuola degli Asburgo. Pedagogia e formazione degli insegnanti tra il Danubio e il Po (1773–1918), Turin 2012, S. 179–209.
  • Zur Geschichte des FWF, in: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Hg.), 40 Jahre FWF. Eine Jubiläumsschrift, November 2007.
  • Die Selbststeuerung der Wissenschaft. Das Beispiel FWF, in: Peter Biegelbauer (Hg.), Governance des österreichischen Innovationssystems (= Innovationsmuster in der österreichischen Wirtschaftsgeschichte, Bd. 7), Innsbruck, Wien, Bozen 2010, S. 25-65.